Sambo

Das erste Jahr gestaltete sich mit dem Malamute-Mischling sehr schwierig. Das Temperament und auch die Eigenheiten der Schlittenhunde schlugen bei ihm voll und ganz durch. Speziell nach dem ersten Jahr war eine konsequentere und strengere Erziehung - gepaart mit viel Liebe - erforderlich, erst dann war die Rangordnung für ihn klar und wurde dann auch nie wieder ernsthaft in Frage gestellt. In der Hundeschule wurde er anfangs als "Alpha-Hund" abgestempelt, mit dem eine erfolgreiche Unterordnung nicht möglich sein würde. Doch ein Trainer hat tatsächlich mit mir (Marion) Erbarmen und es folgte ein halbes Jahr mühevolle Erziehung und Übungseinheiten zu jeder freien Zeit. Und dieser Einsatz sollte sich lohnen. Sambo entwickelte sich zu einem wirklich tollen Hund - folgsam, intelligent und friedlich (sofern er sich nicht durch ebenbürtige Geschlechtsgenossen bedroht fühlte). Der Erfolg wurde bei den verschiedensten Turnieren in der BGH-1-Klasse sichtbar. Ich war mächtig stolz auf ihn.

Er zeigte mir täglich aufs Neue seine bedingungslose Liebe und Freundschaft.

Sambo war erst 8 Jahre alt, als wir eine der schwersten Entscheidungen innerhalb von nur wenigen Minuten treffen mussten.
Aufgrund einer beidseitigen vollständigen Netzhautablösung war Sambo sozusagen über Nacht erblindet - ein wahres Trauma für ihn, die Urangst (=Panik) machte sich bei ihm breit (was bei einem so großen Hund mit großen Schwierigkeiten verbunden war).

Bei einer teilweisen Ablösung hätte man noch eine Operation in Betracht ziehen können, dieses Glück blieb ihm leider verwehrt. Und so ließen wir ihn ganz, ganz schweren Herzens gehen und erlösten ihn von seiner Angst, denn Leid hatte er sich wahrhaftig nicht verdient.

 

 

Könnte Liebe Wunder wirken, könnten Tränen Tote wecken, würde Dich jetzt nicht die kalte Erde bedecken.

 

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